![]() |
|
![]() |
![]() |
||
Jihoamerické léčivé byliny z Amazonie a Andské oblastiPeruánské byliny z deštného pralesa |
|
||||
Zdravotní potíže
k jejichž léčbě se bylinky používají v Jihoamerické etnomedicíně. Řazeno abecedně

![]() |
Guanábana (Graviola) |
galerie Graviola |
Familie: Annonaceae (Rahmapfelgewächse)
Gattung: Annona Art: muricata L.
Native Bezeichnungen: Graviola, soursop, Brasilianische Papaya, guanábana, guanábano, guanavana, guanaba, stachliger corossol, huanaba, togebanreisi, durian benggala, Nanka blanda, stachliger cachiman
Verwendeter Pflanzenteil: Blätter, Früchte, Samen, Rinde, Wurzeln (Folium, Fructus, Semen, Cortex et Radix annonae)
Benutzen in den südamerikanischen Ethnomedizin
· Behandlung von Tumoren und Krebserkrankungen
· Behandlung von Erkrankungen,die durch Parasiten verursacht
· Blutdrucksenkung
· unterstützen der Herzfunktion
· Behandlung von Depressionen
Beschreibung:
Graviola ist ein kleiner, aufrechter, immergrüner Baum, der eine Wuchshöhe von 5-6 m erreichen kann. Er hat große, glänzende und glatte, dunkelgrüne Blätter. Er erbringt große, herzförmige, genießbare, im Durchmesser 15-20 cm große Früchte mit weißem Fleisch. Graviola ist in den wärmsten Gebieten Nord- und Südamerikas samt Amazonien beheimatet. Die Früchte werden in den Tropen auf örtlichen Märkten verkauft, wo sie guanábana in den spanischsprachigen und graviola in Brasilien genannt werden. Das Fleisch eignet sich ausgezeichnet zur Herstellung von Getränken und Scherbeten. Trotz zart sauerem Geschmack kann man sie direkt essen.
Alle Teile des Graviola-Baumes werden in der Naturheilkunde der Tropen ausgenutzt - Rinde, Blätter, Wurzeln, Früchte und Samen. Den einzelnen Baumteilen werden unterschiedliche Eigenschaften und Verwendungsmöglichkeiten beigemessen. Im Allgemeinen werden Früchte und Saft eingesetzt gegen Darmwürmer und Parasiten, zur Fieberlinderung, Erhöhung der Muttermilchproduktion nach der Geburt und als zusammenziehendes Mittel bei Durchfall und Dysenterie. Gemahlene Samen werden gegen Innen- und außenparasiten, Läuse und Parasiten benutzt. Rinde, Blätter und Wurzeln wirken sedativ, antispasmodisch, hypotensiv und nervenberuhigend. Der Graviola-Tee hilft bei verschiedensten Beschwerden, die diese Erscheinungen hervorrufen können.
Die Geschichte der Verwendung von Graviola in der Herbalmedizin ist lang und reicht weit in die Vergangenheit zurück. In Peruanischen Anden wird Blättertee bei Katarrh (Schleimhautentzündung) benutzt und zermalmte Samen machen sich bei Parasitenvernichtung geltend. Im peruanischen Amazonien werden Rinde, Wurzeln und Blätter bei Diabetes und als Sedativum und Antispasmodikum eingesetzt. Die einheimischen Stämme in Guyana trinken Tee aus Blättern und/oder Rinde als Sedativum und Kardiotonikum. Im brasilianischen Amazonien wird Blätterte bei Leberbeschwerden verwendet. Blätteröl und rohe Früchte werden mit Olivenöl vermischt und äußerlich bei Neuralgie, Rheumatismus und arthritischen Schmerzen benutzt. Auf Jamaika, Haiti und in Westindien und dessen Umgebung werden Früchte und/oder Fruchtsaft bei Fieber, Parasiten, Durchfall und als Laktagogum (milchbildend) verwendet; ferner dann Rinde oder Blätter als Antispasmodikum, Sedativum und Nervenberuhigungsmittel zur Regulierung des Herzrhytmus, bei Husten, Grippe, einer komplizierten Geburt, Asthma, Asthenie, Hochbluttdruck und Parasiten.
Seit den 40er Jahren, wo die Untersuchung der Graviola-Eigenschaften aufgenommen wurde, wurden viele Wirkungsstoffe und chemische Substanzen in ihr entdeckt. Die Forschung konzentriert sich überwiegend auf einen neuen Stoffkomplex der sogn. Annonacen-Acetogenine Graviola produziert diese natürlichen Verbindungen in Blättern und Stengeln, Rinde und Samen. Drei voneinander unabhängige Untersuchungsgruppen haben mit ihren acht klinischen Studien bestätigt, dass diese Stoffe beträchtlich tumorhemmende Eigenschaften und selektive Toxizität gegen verschiedene Krebszellenarten (ohne die gesunden Zellen zu beschädigen) besitzen. Manche Acetogenine haben eine Selektivtoxizität gegen Tumorzellen bereits in sehr niedrigen Dosen bewiesen - so klein wie 1 Teil pro 1 Million. Im Jare 1998 wurden vier Studien veröffentlicht, die chemische Komponenten und Acetogenine mit den stärksten krebs- und tumorhemmenden sowie antiviralen Eigenenschaften weiter spezifizieren. Nach der Studie an Tieren von 1997 haben in Früchten neu entdeckte Alkaloide antidepressiv gewirkt. Annonacen-Acetogenine kommen lediglich in der Familie Annonaceae vor. Bei diesen Verbindungen wurden allgemein tumorhemmende, antiparasitische, insektizide und antimikrobielle Wirkungen verzeichnet. Die Studien über Wirkungsweisen, die unlängst in drei unabhängigen Laboren durchgeführt wurden, haben festgestellt, dass diese Acetogenine als vorzügliche Inhibitore ensymatischer Prozesse wirken, die nur in Membranen der Krebsgescheschwulstzellen verlaufen. Daher sind sie toxisch für Krebszellen, aber haben keinen Einfluss auf die gesunden Zellen. An der Purdue-Universität in West Lafayette im Staat Indiana habe eine Menge von Studien über Acetogenine ausgearbeitet, die meisten wurden vom Nationalinstitut für Krebsforschung und/oder Nationalinstitut für Gesundheit (NIH) spendiert. Folgendermaßen haben sich die Purdue-Universität und/oder ihr Arbeitsteam mindestens neuen amerikanische und/oder internationale Patente auf ihr Werk über tumorhemmende und insektizide Eigenschaften und Verwendungsweisen dieser Acetogenine registrieren lassen.
In einem von ihren Berichten unter dem Titel "Neue Fortschritte auf dem Gebiet der Annonacen-Acetogenine" stellen sie fest: "Neulich haben wir bekannt gemacht, dass Annonacen-Acetogenine selektiv das Wachsen der Krebszellen und auch derjenigen inhibieren können, die resistent gegen Adriamyzin sind. Mit immer mehr isolierten Acetogeninen und häufigeren zusätzlich durchgeführten Cytotoxizitätversuchen haben wir vermerkt - obwohl die meisten Acetogenine eine hohe Wirksamkeit gegen Zellenlinien mehrerer ernsthafter Geschwülste erwiesen haben, dass einige Derivate außerhalb manigfacher Strukturaltypen und Positionsisomere eine auffällige Selektivität unter bestimmten Zellenlinien gezeigt haben; z. B. gegen Prostatakrebs. Nun verstehen wir die Primärwirkungen von Acetogeninen. Sie sind starke Inhibitore der Ubiquinon (=Koenzym Q 10)oxidoreduktase NADH, die ein Grundenzym des Komplexes I ist, der zur oxidativen Phosphorilation in Mitochondrien führt. Die Untersuchung hat offenbart, dass sie direkt an der Stelle der Koenzym Q 10-Katalyse innerhalb des Komplexes I und mikrobialer Glukosodehydrogenase tätig ist. Sie inhibieren auch NADH-Oxidase, verbunden mit Koenzym Q 10, durch die plasmatische Membranen der Krebszellen gekennzeichnet sind.
Im Jahre 1997 hat die Purdue-Universität ein Bericht mit einer vielversprechenden Neuigkeit veröffentlicht hat, dass nämlich einige Annonacen-Acetogenine "...nicht nur im Bekämpfen von Geschwülsten wirksam sind, die sich als resistent gegenüber krebshemmenden Mitteln erwiesen haben, sondern es scheint auch, dass sie zu solchen resistenten Zellen eine besondere Neigung haben." Hiernach hat der führende Pharmakologe aus der Purdue-Universität das Wirkungsprinzip erklärt. Nach seinen Worten können die Krebszellen, die Chemotherapie überleben, die Resistenz gegenüber ursprünglich benutzten Mitteln weiter entwickeln, gleichwie gegenüber anderen, auch nicht verwandten Heilmitteln. Diese Erscheinung wird als Multdrug-Resistenz, MDR (Medikamentenunverträglichkeit) genannt. Eine der Hauptweisen, wie die Krebszellen ihre Resistenz gegenüber Chemotherapeutika entwickeln, ist so, dass sie eine interzellulare Pumpe bilden, die Antikrebsmittel aus der Zelle noch davor verdrängen kann, ehe sie sie unschädlich zu machen schaffen. Sie heißt P-glykoprotein-Pumpe. Durchschnittlich nur 2% Krebszellen im gegebenen Individuum sind im Stande, diese Pumpe zu bilden - es sind jedoch 2%, die eventuell wachsen und sich in vielfältig resistente Tumore entwickeln können. Die Forscher an der Purdue haben verzeichnet, dass Acetogenine vorzugsweise eben diese Tumore vernichteten und das dadurch, dass sie den Transfer von ATP in sie - der Hauptquelle der Zellenenergie - blokierten. Eine Tumorzelle braucht Energie zu ihrem Wachstum und ihrer Vermehrung und noch mehr zum Betreiben der Pumpe und Verdrängen attackierender Mittel. Durch die Inhibition der Zellenenergie kann die Pumpe nicht betrieben werden. Blockieren Acetogenine vorübergehend die ATP-Zufuhr in die Tumorzelle, hat sie nicht genügende Energie zur Steuerung der Nahrungsprozesse - und sie stirbt. Gewöhnliche Zellen entwickeln selten solche Pumpe; deshalb erfordern sie nicht so viel Energie und allgemein verhalten sich nicht feindlich gegenüber ATP-Inhibitoren. Die Studie führt ferner an, dass 14 verschiedene überprüfte Acetogenine wirksame ATP-blockierende Eigenschaften (neben einigen, die nur in Graviola vorfindig sind) zeigen. 13 von diesen 14 Acetogeninen haben erfolgreicher gegen multidrug-resistente Brustkrebszellen gewirkt als die drei Standardheilmittel (Adriamycin, Vincristin, Vinblastin), die wegen Kontrolle verwendet werden.
In einem botanischen Kontrollprogramm von 1976, das im Nationalinstitut für Krebsforschung durchgeführt wurde, haben Blätter und Stengel von Graviola eine wirksame Toxizität gegen Krebszellen gezeigt und seit der Zeit ergänzen die Forscher diese Entdeckungen ständig. Bei spezifischen in Graviola vorkommenden Acetogeninen und/oder bei Extrakten aus ihr wurden in vitro selektiv toxische Eigenschaften gegenüber folgenden Krebszellentypen beobachtet: Lungenkarzinom, ernsthafter menschlicher Brusttumor, Prostataadenokarzinom, Pankreaskarzinom, Dickdarmadenokarzinom, Leberkrebszellen, menschlicher Lymphom, multidrug-resistenter menschlicher Brustadenokarzinom. Die Forscher auf Taiwan haben 2003 mitgeteilt, dass der wichtigste Acetogenin, Annonacin, sehr toxisch auf Eierstock-, Gebärmutter-, Brust-, Harnblase und Hautkrebszellen bereits i kleinen Dosen gewirkt hat: "… Annonacin ist ein vielversprechendes Antikrebsmittel und eines weiteren Studiums an Tieren wert und hoffentlich auch klinischer Versuche.
Eine interessante in vitro Studie wurde im März 2002 von den japanischen Wissenschaftlern veröffentlicht, in deren Rahmen sie manche in verschiedenen Pflanzenarten gefundene Acetogenine untersucht haben. Sie haben Mäuse mit Lewis-Lungenkrebszellen geimpft. 1/3 hat nichts bekommen (Kontrollgruppe), 1/3 wurde Chemotherapeutikum Adriamycin und 1/3 Annonacin verabreicht (in einer Dosis von 10 mg/kg). Nach zwei Wochen haben 5 von 6 Mäusen in der unbehandelten Kontrollgruppe noch gelebt. Die Größe des Lungentumors wurde gemessen. Die Adriamycin-Gruppe hat eine Tumorreduktion um 54,6% erwiesen - aber 50% Tiere sind an Toxizität gestorben (3 von 6). Mit Annonacin behandelte Mäuse haben immer gelbt und die Tumore wurde zu 57,6% unterdrückt - um etwas besser als mit Adriamycin - doch ohne Toxizität. Hinsichtlich der Antitumorwirksamkeit und Toxizität könnte Annonacin als Leitfaden zur Entwicklung eines potentiellen krebshemmenden Agens angewendet werden."
Die Krebsforschung setzt weiter fort an diesen bedeutsamen Pflanzen der Annona-Gattung und ihren chemischen Inhaltsstoffen. Viele pharmazeutische Gesellschaften und Universitäten untersuchen, überprüfen und patentieren weiter und versuchen, diese Stoffe mit neuen Chemotherapeutika zu synthetisieren.
Überdies haben die Forscher darüber berichtet, dass Inhibitore NADH-Dehydrogenase die Infektion HIV unterdrücken können. Dies ist eine wohl bekannte Eigenschaft von Annonacen-Acetogeninen, die in Graviola und anderen Pflanzen der Annona-Gattung vorkommen, eingeschlossen in das Kontrollprogramm des Nationalinstituts für Gesundheit gegen AIDS an der Purdue-Universität.
Im Grunde scheint es, dass Graviola zu einem nächsten Medikament in der Reihe wird wie ein anderes wohl bekanntes - Taxol. Seitdem die Forscher tumorhemmende Wirkung der Rinde von Pazifischer Eibe und in ihr enthaltenen Taxan zum ersten Mal entdeckt haben, hat es weitere 30 Jahre in Anspruch genommen, ehe der erste von der FDA gutheißene Taxol (gründend auf natürlichem Taxan aus Baumrinde) verkauft werden durfte. Bei Graviola hat es fast 10 Jahre gedauert, bevor die Hauptantitumorsubstanz - Annonacin mit Erfolg synthetisiert wurde. Diese Acetogenin-Verbindungen besitzen einen besonderen Paraffinkern und andere vereinzelte Eigenschaften der Molekularenergie, die die früheren Versuche gestört haben, bis es eine der vorderen pharmazeutischen Gesellschaften während der Entwicklung aufgegeben hat (obwohl sie über tumorhemmende Wirkungen natürlicher chemischen Stoffe wusste). In Gegenwart sind die Wissenschaftler im Stande, diesen Stoff und viele andere aktive Acetogenine im Labor umzusetzen. Ein nächster Schritt ist, den Stoff eben so ausreichend umzusetzen (ohne jegliche Antitumorwirkungen während des Verfahrens zu verlieren), damit es eine neue Verbindung aus ihr wird, die sie patentieren und auf eine neue patentierte Arznei übertragen lassen können. (Die in der Natur vorkommenden Verbindungen dürfen nicht patentiert werden.) So mag es scheinen, dass die Wissenschaftler wieder in die Enge getrieben wurden - jedesmal wenn sie einen Stoff gut genug dazu umsetzen, um sie patentieren zu lassen, verlieren diese viel an Antitumoreigenschaften. Ähnlich wie bei Taxolentwicklung sollten die Regierungsbehörden wie z. B. das Nationalinstitut für Krebsforschung und Nationalinstitut für Gesundheit die entsprechenden Schritte unternehmen und eine gründliche Forschung des Menschenkrebses an synthetisierten unpatentierbaren pflänzlichen Präparaten aufnehmen (was allen pharmazeutischen Gesellschaften ermöglichen wird, die Heilmittel gegen Krebs zu entwickeln und die Forschung in Betracht zu ziehen, wie es im Fall des Taxol war). Dadurch würde diese hoffnungsvolle Therapie erreichbar für Krebskranke zur geeigneten Zeit.
Inzwischen warten aber manche Patienten und Naturheilkunder nicht… sie gliedern natürliche Blätter und Stengel der Graviola (mehr als 40 festgestellte natürliche Acetogenine samt Annonacin) als Ergänzungsheilkur in ihre Protokolle über Krebs ein. Übrigens, sichere Einsetzung von Graviola in der Herbalmedizin hat eine lange Geschichte und die Forschung beweist, dass krebshemmende Acetogenine selektiv toxisch direkt auf Krebszellen und nicht auf die gesunden wirken - und das in winzigen Dosen. Während die Forschung einen hohen Gehalt an Acetogeninen in Samen und Wurzeln bestätigt, haben verschiedene Alkaloidpräparate aus Samen und Wurzeln vorläufig in vitro neurotoxische Wirkungen gezeigt. Die Forscher nehmen an, diese Alkaloide könnten mit atypischer Parkinsonkrankheit in denjenigen Gebieten in Zusammenhang gebracht werden, in denen man Samen als eine gewöhnliches Anthelmintikum benutzt. Darum werden Samen und Wurzeln der Graviola nicht empfohlen!
Eine Heildosis von Graviolablätter sei 2-3 g 3-4mal pro Tag. Graviolaprodukte (Kapseln oder Tinkturen) werden auf dem Markt in den USA immer erreichbarer. Einer der Wirkungsmechanismen der Graviola besteht darin, dass er die Krebszellen von ATP-Energie befreit; in Kombination mit anderen Ergänzungsheilmitteln und Naturprodukten, die Zellen-ATP erhöhen, sinkt leicht die Wirksamkeit der Graviola. Das wichtigste Ergänzungsmittel, das den ATP-Anstieg fördert, ist ein üblicher Antioxidant Koenzym Q 10 und eben aus diesem Grund sollte man ihn vermeiden, wenn man Graviola einnimmt.
Graviola ist zweifellos ein hoffnungsvolles Naturheilmittel und eins von denen, die die Wichtigkeit des Schutzes und der Bewahrung vom Regenwaldekosystem wieder unterstreichen. Vielleicht - falls genug Leute glauben, dass ein potentielles Heilmittel gegen Krebs in einer Regenwaldpflanze verborgen ist - tun wir Schritte, die zum Schutz der übriggebliebenen Regenwälder vor Vernichtung unerlässlich sind. Ein gewisser Forscher, der Graviola untersucht, hat diesen Gedanken vielsagend in folgenden Worten zusammengefasst: "Im Laufe der Vorbereitung von dieser Übersicht wurden aus 37 Arten über 350 Annonacen-Acetogenine isoliert. Unsere vorläufigen Experimente beweisen, dass rund 50% von mehr als 80 beobachteten Arten ausdrücklich bioaktiv und für fraktionierte Destilation geeignet sind; es ist also zu erwarten, dass diese Gruppe von Verbindungen künftig exponentiell anwächst, jedoch unter Voraussetzung, dass finanzielle Unterstützung für derartige Experimente gefunden werden. Infolge von Zurücktreten der Weltregenwäldern in den Tropen wird solche Arbeit dringend, bevor die große chemische Vielfältigkeit, enthalten in den bedrohten Arten, endgültig verschwindet."
Kontraindikationen:
Bei Versuchen an Ratten hat sich eine stimmulierende Wirkung auf Gebärmutter erwiesen, daher sollte Graviola nicht während der Schwangerschaft eingenommen werden.
Eine Studie an Ratten, denen Extrakt aus Stengelrinde (100 mg/kg) in die Magen appliziert wurde, hat einen Aktivitätanstieg bewiesen von Dopamin, Norepinephrin und Monominoxidase sowie Inhibition von Serotoninausscheidung bei Ratten, die dem Stress ausgesetzt waren. Auf Grund dessen kann man urteilen, dass die Wirkung der Pflanze in Kombination mit MAO-Inhibitoren und einigen üblich verschriebenen Antidepressiven kontraindiziert werden kann. Es ist ratsam, den Arzt zu fragen.
Alkoholextrakte aus Blättern haben keine Toxizität oder Nebenwirkungen an Mäusen in einer Dosis von 100 mg/kg erwiesen; trotzdem wurden bei einer Dosis von 300 mg/kg gesunkenes Identifizierungsvermögen und schwacher Abdominalspasmus beobachtet. Stellen sich gewisse Dämpfung oder Schläfrigkeit einstellen, regulieren Sie die Menge.
Nebenwirkungen:
Versuche an Tieren haben einen hypotensiven, vasodilatativen und kardiodepressiven Einfluss gezeigt. Die Antihypertensiva einnehmenden Patienten sollten ihren Arzt fragen und dementsprechend den Blutdruck beobachten (die Medikamenten wären zu regulieren).
In einer Studie an Schweinen sind emetische Eigenschaften aufgetaucht. Große Dosen können Nausea oder Brechen hervorrufen. Soll es der Fall sein, ist das Einnehmen einzuschränken.
In vitro wurden bedeutende antimikrobielle Eigenschaften belegt. Ein chornisches, langfristiges Einnehmen von dieser Heilpflanze kann das Absterben der nützlichen Bakterie im Verdauungstrakt zur Folge haben.
Eine Ersetzung der Diät durch probiotische und verdauungsfördernde Enzyme wird empfohlen, falls die Graviola-Kur länger als 30 Tage dauert.
Traditionelles ethnomedizinisches Rezept:
Aufguss (Blätte) 5-10 : 1000; um 5 bis 10 gr. der Droge mit kochendem Wasser űbergiessen, stehen lassen und 1 Tasse 2 - 3 x täglich zu sich nehmen. Es wird eine Heildosis angeführt von 2 g 3mal täglich in Kapseln oder Tabletten. Nach Belieben kann durch Standardinfusion (1 Tasse 3mal täglich) oder Standardtinktur 4:1 (2-4 ml 3x täglich) ersetzt werden. Für Definitionen siehe die Website Zubereitungsmethoden traditioneller Herbalheilmittel.
Nähere Auskünfte können Sie auf der Site über die Standardzubereitungsweisen erhalten.
Phytoterapeutische Eigenschaften:
Krebshemmend, tumorhemmend, antimikrobial, antiparasitisch, kardiodepressiv, hypotensiv, vasodilatativ, sedativ, antidepressiv, antispasmodisch, antiviral, Fieber lindernd, wurmtreibend, Verdauung stimmulierend, antikonvulsiv
Phytochemische Zusammensetzung:
Annocatalin, Annohexocin, Annomonicin, Annomontacin, Annomuricatin A, B, Annomuricin A bis E, Annomutacin, Annonacin, Annonacinon, Annopentocin A bis C, cis-Annonacin, cis-Corossolon, Dohhexocin, Epomuricenin A, B, Gigantetrocin, Gigantetrocin A, B, Gigantetrocinon, Gigantetronenin, Goniothalamicin, iso-Annonacin, Javoricin, Montanacin, Montecristin, Muracin A bis G, Muricapentocin, Muricatalicin, Muricatalin, Muri-catenol, Muricatetrocin A, B, Muricatin D, Muricatocin A bis C, Muricin H, Muricin I, Muricoreacin, Murihexocin 3, Murihexocin A bis C, Murihexol, Murisolin, Robustocin, Rolliniastatin 1, 2, Saba-delin, Solamin, Uvariamicin I, IV, Xylomaticin
Quelle:
Amazonian Ethnobotanical Dictionary, DUKE A.J., VASQUEZ R., C.R.C. Press, Boca Raton, USA, 1994, ISBN 0-8493-3664-3
Herbal secrets of the rainforest , TAYLOR L. , Prima Health a division of Prima publishing, CA, USA, 1998, ISBN 0-7615-1734-0
Sesenta Plantas medicinales de la Amazonía Peruana, DESMARCHELIER C., WITTING SCHAUS F., eBio2000, Lima, Perú, 2000, ISBN 9972-9186-0-2
The Healing Forest, SCHULTES E.R., RAFFAUF R.F., DioscoridesPress, Portland (OR), USA, 1992, ISBN 0-931146-14-3
Vocabulario de los nombres vulgares de flora peruana, SOUKUP J. SDB, Editoria Salesiana, Lima, Perú, 1975
Copyright © 2014 ORO VERDE s.r.o. ,Oro Verde s r.o. zapsaná v Obchodním rejstříku u Městského soudu v Praze odd. C vložka 71587












.jpg)
Graviola